Dienstag, 30. März 2010

Der 80ste Geburtstag eines großen Politikers

Es gibt kaum eine umstrittenere Figur in der deutschen Politik als Helmut Kohl, nicht erst seit der Spendenaffaire. Trotz seines Fehlverhaltens bei letzterer sollte man die politische und historische Figur Helmut Kohl einer differenzierteren Bewertung unterziehen. Es gehört zwar in manchen Kreisen zum guten Ton, über Kohl herzuziehen und sich abfällig über ihn zu äußern. Dies war schon zu seiner Regierungszeit so und fußt insbesondere in der bisher einzigartigen Abneigung der bundesdeutschen Presse gegen den Altkanzler. Hierüber sind sich Medienwissenschaftler weitgehend einig und sogar Stefan Aust, der ehemalige Chefredakteur des Spiegel, sagte in der ARD, dass der Spiegel und andere Medien sich derart übel auf Kohl eingeschossen und jeden Blick für die Realität verloren hatten. Und Altkanzler Helmut Schmidt hofft, dass man irgendwann die große Leistung seines Nachfolgers Helmut Kohl zu würdigen wisse. Solche Stimmen, auch von (ehemaligen) politischen Gegnern mit Weitblick finden sich sehr häufig. Insbesondere auch im Ausland, wo Helmut Kohl überaus großes Ansehen genießt.

Und die ständigen Kritiken die behaupten, dass Kohl von der Einheit überrascht wurde, nichts dazu beigetragen habe oder einfach nur die Gunst der Stunde genutzt habe, die sollten einfach mal Protokolle und Aufzeichnungen der damaligen Zeit und insbesondere die vielfältigen Memoiren von Michail Gorbatschow lesen. Schnell merkt man dann, dass der damalige Kanzler über Jahre systematisch auf die Einheit zugearbeitet hat und sich diesbezüglich an jeden noch so kleinen Halm klammerte, um zusammen zu führen was zusammen gehört. Sogar Willy Brandt bestätigte ihm zu Lebzeiten diesbezüglich eine enorme Leistung angesichts des Aufwands und des schwierigen Vorgehens auf dem internationalen diplomatischen Parkett.

Angesichts seiner vielfältigen Verdienste ist es schade, dass aufgrund seines Fehlverhaltens in der Spendenaffaire ein dunkler Schatten auf seiner Biographie liegt. Das hätte er besser wissen müssen und diese Schuld hat er zu tragen.

Ich bin aber trotzdem sicher (und schließe mich da gerne Helmut Schmidt an), dass die Geschichte über Helmut Kohl ein hervorragendes Urteil fällen wird und dass man (und wieder zitiere ich Helmut Schmidt) irgendwann seine Verdienste zu würdigen weiß. Die Geschichte wird letztendlich richten und das Urteil wird positiv ausfallen, lange nachdem manch anderer Politiker vergessen sein wird.

Ich selbst hatte zweimal das Glück, mich mit Herrn Dr. Kohl etwas länger unterhalten zu dürfen und war erstaunt, wie wenig dieser sympathisch wirkende und hochgebildete Mensch mit dem negativen Bild gemeinsam hat, dass die Presse und politische Gegner von ihm erzeugt haben.

In diesem Sinne die besten Wünsche zum 80sten Geburtstag!

Montag, 22. März 2010

Kinderbuchlesung in der Sinceritas-Buchhandlung

Weitere Informationen unter www.blattfee-josephine.de oder unter www.sinceritas-buchhandlung.de.

Samstag, 13. März 2010

Westerwelle - Die mediale Inquisition hat ein neues Opfer!

Man muss kein Fan von Guido Westerwelle sein, um über den Umgang der medialen Öffentlichkeit mit ihm erstaunt zu sein. Wo es nur geht versuchen [links orientierte] Journalisten den Außenminister zu diffamieren, misszudeuten, zu attakieren und zu demütigen. In nie gekannter Härte wird ein an die dunklen Jahre der Inquisition erinnernder Geist geschürt, der sich in eine pauschale Negativstimmung gegenüber Westerwelle niederschlägt. In peinlichster Penibilität wird nach möglichen Angriffspunkten gesucht, um die Kampagne so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Das Westerwelle-Bashing macht natürlich auch nicht vor Sachverhalten halt, die in der diplomatischen Außenpolitik seit Jahren praktiziert werden, um diese nunmehr als Diskreditierungsmittel einzusetzen. (Wie lange es wohl dauern wird, bis ihm seine Homosexualität vorgeworfen werden wird...?) Ein unschöner Geist hält in die politische Berichterstattung Einzug und manifestiert sich auch im derzeitigen unkritischen Meinungsbild des Plebs. Die Bashing-Kampagne ersetzt die Inquisition beziehungsweise setzt diese fort und trägt tragische Früchte. Der Pöbel ist wie damals empfänglich und marschiert im Gleichklang mit. Die Geschichte wiederholt sich, wenn auch modifiziert...