Samstag, 19. Dezember 2009
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Am Wochenende ist Steinachtaler Weihnachtsmarkt
Zugegeben, er ist nicht gerade groß. Und bis vor etwa zwei Jahren war er nur eine traurige Anhäufung weniger Stände um das Rathaus herum. Das Angebot war Jahr für Jahr etwa gleich, nur die Anzahl der Stände nahm kontinuierlich ab.Sonntag, 22. November 2009
Die Bürger des Klosterstädtchens sind aufgewacht und denken nach...
Freitag, 13. November 2009
Herzliche Einladung zur feierlichen Eröffnung
Sinceritas ist aber mehr als nur eine Buchhandlung. Die Kunden können dort nicht nur wie in jeder anderen Buchhandlung die neusten Werke der Bücherwelt erwerben, sondern finden auch ein umfangreiches modernes Antiquariat mit sehr gut erhaltenen bis neuwertigen reduzierten Büchern. Konkurrenzlose Preisersparnisse von 50% - 80% zum regulären Verkaufspreis in Einzelhandel und Internet sind dabei keine Seltenheit. Und das Beste daran ist, dass dies im modernen Antiquariat der Sinceritas-Buchhandlung insbesondere auch für aktuelle und neuwertige Bücher der jüngsten Zeit gilt.
Den kleinen Besuchern steht eine Kinderecke mit einer Auswahl an preiswerten Kinderbüchern und interessanten Spielsachen zur Verfügung.
Dies ist aber noch nicht alles. Sie finden auch viele Geschenkideen und stilvolle Dekorationsartikel (speziell zur Weihnachtszeit) im Sortiment, hauptsächlich Handarbeiten aus Glas, Holz oder Stein. Auch Duftöle, Duftkerzen und normale Kerzen, sowie Räucherstäbchen in verschiedenen Variationen warten darauf, entdeckt zu werden.
Und wer ein schönes Weihnachtsgeschenk gefunden hat, kann es verpacken lassen und gegebenenfalls direkt bei der in den Geschäftsräumen integrierten Postagentur versenden. Auch eine große Auswahl an Gruß- und Glückwunschkarten steht bereit.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Sinceritas-Buchhandlung und laden alle Interessierten zur Einweihungsfeier am Vormittag des 14. November 2009 (von 08.30 – 13.00 Uhr) zu einem Glas Sekt ein.
Weitere Informationen finden Sie unter www.sinceritas-buchhandlung.de!
Sonntag, 8. November 2009
Das berühmte Brett vor 'm Kopf...
Freitag, 30. Oktober 2009
Verkaufsoffener Sonntag in Neckarsteinach...
Besonders hinweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf ein neues Geschäft in der Hauptstraße 9. Die Sinceritas-Buchhandlung öffnet ab 1. November ihre Türen für Jung und Alt. In den Räumlichkeiten dieses neuen Geschäfts findet sich eine Buchhandlung, ein modernes Antiquariat, sowie ein kleiner Bereich für besondere Dekorations- und Geschenkeartikel. Zusätzlich ist die örtliche Postagentur in den Räumlichkeiten integriert, so dass erworbene literarische Schätze auch gerne direkt versendet werden können... Ab 1. November 2009 ist bereits geöffnet - die feierliche Eröffnung mit Sektempfang etc. findet am 14. November 2009 statt.
Wer am kommenden Sonntag Zeit hat, der kann sich in Neckarsteinach auf dem Allerheiligenmarkt einen schönen Tag machen und auch in der neuen Sinceritas-Buchhandlung vorbei schauen.
Montag, 12. Oktober 2009
Montag, 5. Oktober 2009
Das "Mahnmal Eiserner Vorhang" an der österreichisch-tschechischen Grenze - Einsamer Streiter wider das Vergessen!
Gezeigt werden die Stacheldrahtanlagen des "Todesstreifens" und Teile des verminten und mit tödlichen Waffen gesicherten Areals, das viele Leben kostete und die Menschen in ihren Ländern wie in modernen Massengräbern einsperrte. Eine wetterfeste Ausstellung mit Erklärungen und Gedenktafeln untermauert das erschreckende Areal auf selbsterklärende Weise.
"Gefährliche Wege" oder "Quo vadis, Germania?"

Diese Hofierung des Linksextremismus um der Macht willen wird immer unerträglicher. Die mehrheitlich linksgerichtete Presse schweigt zum großen Teil, die letzten anständigen Sozialdemokraten werden sanktionierend zum Schweigen verdonnert und das "Nichtschweigen" vereinzelter aufrechter Institutionen und Personen bleibt mangels öffentlichem Interesse weitgehend ungehört.
Einerseits bin ich froh, dass die bürgerlichen Parteien sich nie an rechtsextremistische Kräfte wie Republikaner, DVU und "NSDAP-NPD" angenähert haben. Nie war es Thema, obwohl Regierungen auf Landesebene hättet gebildet werden können. Ein notwendiges und gebotenes Tabu. Anderseits bin ich dagegen fassungslos über die Annäherung der gemäßigten Linken an die "SED-PDS-Linkspartei" und die damit verbundene schleichende Enttabuisierung der Linksextremisten.
Gefährliche Wege werden eingeschlagen - wehret den Anfängen und lernt aus der deutschen Geschichte, die zweimal bereits von politischen Extremisten missbraucht wurde, weil die Menschen die Gefahr nicht erkannt haben und mit dem Denken erst begannen, nachdem es schon zu spät war...
Samstag, 3. Oktober 2009
Deutschland, einig Vaterland!



Der 3. Oktober wurde 1990 zum Nationalfeiertag erhoben, nachdem am 9. November 1989 die Mauer in Berlin gefallen war. Der Lauf der Geschichte und viele mutige Menschen, die für ihre Freiheit unter höchsten Gefahren auf die Straße gegangen waren, hatten sie hinweg gefegt. Zurück blieb ein Land, das als modernes Massengrab unter kommunistischer Herrschaft heruntergewirtschaftet wurde. Die Jahrzehnte andauernde Misswirtschaft des kommunistischen Regimes hatte zwar Kassen bestimmter Funktionäre gefüllt, aber hatte das Land dahin vegetieren lassen und es fast auf das Niveau eines Entwicklungslandes abgestuft. Dadurch entstand eine große Herausforderung für die Bundesrepublik, um zu erreichen, dass "zusammen wächst, was zusammen gehört", wie Willy Brandt treffend formulierte. Diese Herausforderung wurde von der damaligen Regierung unter Helmut Kohl so gut wie irgendwie möglich gemeistert. Dass der ohnehin knappe Haushalt Westdeutschlands nicht innerhalb kürzester Zeit 40 Jahre kommunistische Misswirtschaft wett machen konnte, das sehen wir noch heute an unseren immensen Staatsschulden und jeder einzelne am Solidaritätszuschlag. Das Zusammenwachsen dauert in diesem Sinne noch immer an, wenn auch viele Gräben langsam zugeschüttet sind...
Der rote Stern hat genug Schaden angerichtet, möge er im Sinne der Menschen und der Menschlichkeit nie mehr auf Fahnen wehen und nur noch in den Geschichtsbüchern zu finden sein.
Freitag, 2. Oktober 2009
Neue Zeiten und der Wahkampf geht weiter...
Aber was wäre Deutschland ohne die mehrheitlich links ausgerichteten Medien, größtenteils aus den Reihen der Alt-Achtundsechziger. Jene Medienvertreter, die sich bereits im Wahlkampf an der Dämonisierung einer schwarz-gelben Regierung gewohnt unrühmlich beteiligt hatten, witterten fette Beute. So ließen Vorwürfe, beispielsweise dass Westerwelle kein Englisch könne oder dass er arrogant wäre oder gar nationalistische Tendenzen habe (letzteres hauptsächlich im Ausland von linken deutschen Journalisten geäußert) nicht lange auf sich warten. Bei all dem Negativen vergaß man - wie schon zu Zeiten des pre-electionalen Wahlkampfes - seltsamer Weise ganz das Eingehen auf gesagte Inhalte und Argumente...
Ob Westerwelle des Englischen mächtig ist, das wage ich anzunehmen. Und wenn nicht, sei die Medienmeute daran erinnert, dass ihr Liebling "Everybody's Darling Joschka Fischer" nicht einmal einen Schulabschluss geschweige denn eine abgeschlossene Berufsausbildung hatte. Und auch den hat Deutschland verkraftet.
Nationalistische Tendenzen kann ich auch mit viel Phantasie nicht erkennen. Westerwelle fordert nur das, was überall selbstverständlich ist und somit auch in Deutschland gelten sollte. Und ein neues "teutonisches Selbstbewußsein" (Zitat: britische Independent) ist wohl auch mit dieser kleinen Handlung nicht ausgebrochen. Und wenn, dann wäre es sicher auch nicht unbedingt verkehrt, so lange es nicht nationalistisch geprägt ist und auch nur eine kleine Annäherung (!) an den Patriotismus ist, der in anderen Ländern als völlig normal gilt.
In diesem Sinne nichts hoch stilisieren, was nicht von sich aus schon oben ist. Eine Mücke wird auch durch vorgetäuschte Perspektiven nicht zum Elefanten werden.
Sonntag, 27. September 2009
Bürgerliche Mehrheit - Desaster für die SPD - Gestärkte Linksextremisten
Zwei tragische Komponenten gibt es bei dieser Wahl, zum einen die immer niedriger werdende Wahlbeteiligung und zum anderen das Erstarken der linksextremistischen SED-PDS-Linke, die es mit Demagogie, märchenhaft anmutenden Versprechungen und einer unvergleichlichen Wählerverar****** zu einen zweistelligen Ergebnis gebracht hat.
Sei es drum. Nun sollte man nach vorne schauen und mit auf demokratischen Konsens ausgerichteten Handlungen ehrliche Wege aus der Krise finden, um so in der Zukunft Protest- und Krisenparteien von vorne weg den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Und auch für die, die über dieses Wahlergebnis nicht so glücklich sind, hat es ein gutes. Gemäß der Theorie des "kleinsten aller Übel" werden auch sie davon mehr profitieren, als von ihren favorisierten Konstellationen und Ergebnissen.
Samstag, 26. September 2009
Bundestagswahl 2009 - Der Countdown
Ich persönlich wünsche mir eine schwarz-gelbe Koalition, da ich überzeugt bin, dass dies für unser Land und für alle Menschen mit Abstand das Beste wäre...wenn ich auch nicht mit allen Programmpunkten dieser Koalitionsparteien konform gehe. Mit einer großen Koalition, die sich der Arbeit und dem Zusammenhalt verschreibt und so dem Populismus keine Chance gibt, mit der könnte ich als kleineres Übel auch leben. Eine erneute rot-grüne Koalition wäre meines Erachtens ganz verkehrt, da unser Land und die Bürger noch immer mit den Nachwirkungen dieses ersten Experiments zu hadern haben und die verursachten Missstände dieser Zeit noch nicht aus der Welt geschafft wurden, obgleich man schon einiges korrigiert hat. Eine Beteiligung der SED-PDS-Linkspartei halte ich für absolut gefährlich, insbesondere auch vor dem Hintergrund, da man vordergründig in dieser Partei dem Wahlvolk schön anzuhörende Köder vorwirft, aber im Hintergrund für alte längst an der Wirklichkeit gescheiterte Lehren, Gesellschafts- und Politikmodelle eintritt. Andere Parteien, auch Rechtsextreme spielen glücklicherweise auf Bundesebene bisher keine Rolle, was nicht nur im Hinblick auf "Weimarer Verhältnisse" zu begrüßen ist.
In diesem Sinne freue ich mich auf die morgige Wahl, das Ergebnis, die Einschätzungen und Kommentare und werde selbst auch gerne manche Zeile darüber verfassen. Möge der "Bessere" gewinnen und mögen sich nicht zu viele Menschen von falschen Versprechungsködern ohne Blick auf die Realität täuschen lassen.
Freitag, 25. September 2009
Der Herbst kündigt sich an und hält den Deutschen den Spiegel vor...
Viele Parteien buhlen gerade um Wähler mit allen erdenklichen Versprechen und die wenigsten Parteien bieten dagegen durchdachte Lösungsvorschläge an. Es stellt sich dabei aber die Frage, ob man seitens der Parteien überhaupt Lösungsvorschläge erwarten sollte. Diese Frage motiviert sich nicht aus Geringschätzung gegenüber den "am politischen Willensbildungsprozess mitwirkenden" Verfassungsorganen. Ganz im Gegenteil - denn die Frage ist doch, welche ehrliche politische Aussage kann denn in einer dynamischen Welt voller Veränderung überhaupt getätigt werden. Ist es nicht vielmehr so, dass es eigentlich keine direkten Lösungsvorschläge gibt, sondern dass Politik derzeit viel mehr eine Flickschusterei an einem sich stetig selbst weiter zerstörenden Flickenteppich ist? Sind pseudo-charismatische Lösungsvorschläge und Forderungen eines allgemeinen schlaraffen- und märchenlandähnlichen Hochidealismus nicht die unterste Form der Wahlkampfethik? Fordern kann man viel Medien- und Wählerwirksames und versprechen kann man alles mögliche. Doch sollte man nicht die Realität und die Realisierbarkeit von Versprechen im Auge behalten und nicht alles ins Parteiprogramm schreiben, was wohl klingenden Idealen entspricht, so wie es die SED-PDS-Linkspartei beispielsweise in übelster Positivdemagogie tut?
Mit "schwarz-gelb" wird seitens der SPD ein medienwirksames Schreckgespenst gesponnen und einem Herrn Westerwelle alle möglichen Aussagen und "Meinungen" unter geschoben, was dessen Denken und Reden erklärter Weise nicht entsprechen kann. Eine wirkliches Schreckgespenst, nämlich "rot-rot-grün", das entweder nach kurzer Zeit untergehen oder dem Land auf lange Zeit richtig Schaden könnte, das wird faktisch ausgeklammert und von Journalisten aus den Reihen der Altachtundsechziger systematisch enttabuisiert...
Über vieles kann man nur den Kopf schütteln, allerdings ohne eine stringente Logik in der Sache zu verleugnen. Um mit Joseph Marie de Maistre zu sprechen, bekommt nämlich nicht nur jedes Volk die Regierung, die es verdient, sondern auch genau die Parteien und genau den Wahlkampf, den es verdient.
Und vor diesem Aspekt sollte sich mancher seine Gedanken machen!
Mittwoch, 19. August 2009
Donnerstag, 13. August 2009
Wieder ins (literarische) Netz gegangen...
Montag, 10. August 2009
Bavaria - Kulturelle Vielfalt, freundliche Mentalität und politische Werteverbundenheit

Ich persönlich bin - wie bekannt ist - überzeugter "badischer Südstaatler" und habe deswegen auch ein Faible für Bayern, die bayrische Kultur und die bayrischen Tradition. In fast keinem anderen Bundesland wird einem mit so großer Höflichkeit und Freundlichkeit begegnet, in fast keinem anderen Bundesland wird Geschichte und Tradition so hoch gehalten, in fast keinem anderen Bundesland haben die Menschen eine derart gesunde, weitblickende und werteverbundene politische Einstellung, in fast keinem anderen Bundesland ist die kulturelle Vielfalt so hoch ausgeprägt und in fast keinem anderen Bundesland ist das Miteinander größer als in Bayern.
Für mich (nicht nur aus der Perspektive des Politikwissenschaftlers) ist der Freistaat Bayern ein absolutes Musterbeispiel, unabhängig von seinen in jeder Hinsicht führenden Positionen in allen erdenklichen Statistiken.
Bavaria - vielfach neidvoll von Außerhalb belächelt und von mancher Stelle in den Schmutz gezogen, doch stets in makellosem Weiß-Blau wieder auferstanden und nach wie vor an der Spitze der Sechzehn strahlend.
Erfrischend anders als die Masse.
Donnerstag, 30. Juli 2009
Madonnas Lieder, die russischen Kommunisten und das ergiebig tiefe mediale Sommerloch...

In Zeiten der medialen Sommerpause, im journalistischen Jargon Sommerloch genannt, finden so manche Kuriositäten Einzug in die Berichterstattung eigentlich seriös anmutender Medien. So findet sich heute in einigen Zeitungen ein Bericht über einen an die Sängerin Madonna gerichteten brieflichen Antrag der Kommunistischen Partei Russlands (Kommunistitscheskaja Partija Rossiskoj Federazii). In diesem Brief bitten die Kommunisten die Sängerin darum, dass sie auf ihrem Konzert am 2. August 2009 in St. Petersburg (für die Russischen Kommunisten: Leningrad) ihrer Verantwortung bewusst werde und deswegen nicht mit dem Po wackeln oder frivole Kleidung tragen solle. Vielmehr solle die weltbekannte Sängerin ein russisches Revolutionslied in ihr Repertoire aufnehmen oder einfach die Internationale, die Hymne aller Sozialisten und Kommunisten, singen…
Ernst nehmen kann man solche Eingaben gewiss nicht und es spricht nicht gerade für das Niveau der bundesdeutschen Medienlandschaft, dass solche Gegebenheiten überhaupt Raum in seriösen Zeitungen gegeben wird. Ich habe beim Lesen unweigerlich nachgesehen, ob es sich um die Ausgabe des 1.Aprils handelt oder ob ich die falsche Zeitung gekauft habe und ein Exemplar des Satiremagazins Titanic in Händen halte oder ob plötzlich ein maskierter Kurt Felix / Harald Schmidt / Frank Elstner auftauchen und mich fragen würde, ob ich Spaß verstehe.
Letzteres tue ich…und Madonna sicher auch.
Dienstag, 28. Juli 2009
Der ins mediale Sommerloch gefallene Dienstwagen
Zu Ulla Schmidt kann man stehen wie man will. Ich persönlich halte sie für eine menschlich durchaus sympathische aber politisch nicht unbedingt fähige Ministerin, die unter Kanzler Schröder (a.k.a. Baron Münchhausen) eine Notlösungsbesetzung war. Ein unauffälliges Mitglied der Bundesregierung, an dem man auf der Straße vorbei gehen würde…Nicht unbedingt nachvollziehen kann ich die Diskussion um die Nutzung ihres Dienstwagens. Diesen Wagen hat sie, inklusive Fahrer, zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung und selbstverständlich darf sie damit auch in Urlaub fahren, sofern sie die private Inanspruchnahme ordnungsgemäß verbucht und privat bezahlt. Diese ordnungsgemäße Verbuchung sollte überprüft und bei Unstimmigkeiten überarbeitet und diskutiert werden. Selbstverständlich in Form von Einzelfallprüfungen.
Den generellen Anspruch eines Bundesministers auf Dienstwagen und Fahrer zur dienstlichen und privaten Nutzung sollte man allerdings nicht überbewerten. Fast jeder Inhaber eines persönliches Dienstwagens oder Geschäftswagens mit Privatnutzungsrecht, unabhängig ob Topmanager, Politiker, Vertreter oder kleiner Handwerker, kann damit auch auf private Rechnung in Urlaub fahren. Und selbstverständlich wird dies auch in nicht geringem Umfang getan, wie jeder aus dem eigenen Bekanntenkreis wissen dürfte.
Aus diesem Grunde kann für Politiker nichts anderes gelten, als für den Otto-Normalverbraucher. Und den momentanen „Skandal“ kann man getrost als unwichtiger, uninteressanter und dem medialen Sommerloch geschuldeter Unsinn zu den Akten legen.
Dienstag, 21. Juli 2009
Der maskierte RAF-Terrorismus - Ströbeles Beitrag
Es war eines der vielen totgeschwiegenen und von Wissenschaft und Publizistik weitgehend ausgeklammerten Themen in der bundesdeutschen Geschichte. Die Rede ist von der Verbindung des Berliner Grünen-Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele mit der Terrororganisation RAF. Mittlerweile kommt durch couragierte Journalisten ein wenig Licht in das von manchen Kreisen gewollte Dunkel.
Aufgrund von nunmehr vorliegenden Akten kann als sicher angenommen werden, dass Ströbele weit tiefer in die blutige RAF integriert war, als es in der öffentlichen Meinung bisher bekannt war. Es wird deutlich, dass Ströbele zielgerichtet und im Bewusstsein der Strafbarkeit seines Handelns in den Jahren 1973 bis 1975 den Wiederaufbau der RAF mitbetrieben hat. Er half als Anwalt mit, die Gefangenen der RAF zu einer gemeinsam handelnden, streng organisierten Gruppe zusammen zu schweißen, deren Zweck es war, aus den Zellen heraus den terroristischen bewaffneten Kampf zu organisieren. Im Jahre 1981 wurde er deswegen auch vom Berliner Landgericht zu einer (übertrieben humanen) Bewährungsstrafe wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung verurteilt, da ohne ihn „die Konsolidierung und das Fortbestehen der RAF in der Haft nicht möglich gewesen“ wäre.
Diese Hilfe leistete der bekennende Pazifist (!) dergestalt, dass er Aufrufe zur Gewalt redigierte, verteilte und veröffentlichte, sowie die machende Kraft am Informationsapparat zwischen den gefangenen Terroristen verkörperte und ihnen als wichtiges Bindeglied in der Steuerung der menschenlebenfordernden Terroraktionen half. Ströbele baute maßgeblich das berüchtigte „Info-System“ mit auf, das als schriftliche Kommunikationsstruktur es den RAF-Kommandanten Andreas Baader und Gudrun Ensslin erst ermöglichte, ihre inhaftierten Genossen zu schulen, zu bestrafen und zum bedingungslosen Mitglied des Kollektivs zu disziplinieren. Das Berliner Landgericht stellte zu diesem „Info-System“ (an dessen Mitarbeit sich andere RAF-Anwälte aus Gewissensgründen verweigert hatten) fest, dass es „eine Art Minihandbuch für den bewaffneten Guerillakampf“ gewesen sei.
Terroristenhelfer Hans-Christian Ströbele sitzt seit 1998 für die Berliner Grünen im Bundestag, zweimal erlangte er als einziger Grüne das Direktmandat und in bundesdeutschen Talk-Shows ist er ein gern gesehener Gast. Kritisch hat er sich mit seiner Vergangenheit und der blutigen RAF noch nicht auseinandergesetzt. Im Gegenteil, er schwärmt oft über diese Zeit und professionalisiert ein auf Lügen aufgebautes Verharmlosungskonzept der RAF und ihrer Mitglieder, die er stets mit „Liebe Genossen“ anschrieb und ansprach.
Es ist beschämend, dass ein Mensch wie Ströbele in der deutschen Politik zu Amt und Würden kommen konnte, und es ist noch beschämender, dass er sich in bestimmten Kreisen noch immer nicht sinkender Beliebtheit erfreut. Kreise, die vordergründig Gewalt und Faschismus ablehnen, ihre Sympathie aber Tätern mit direkt und indirekt blutbefleckten Händen gewähren und in ihren ideologisierten Denkstrukturen durchaus faschistoide Züge annehmen.
Ein tragisches deutsches Paradoxon.
Montag, 20. Juli 2009
Zur Erinnerung an einen aufrichtigen Patrioten
Claus Schenk Graf von Stauffenberg17. November 1907 - 20. Juli 1944
Positiv anzurechnen ist ihm aber, dass er den blutigen und nicht mehr zu gewinnenden Krieg beenden wollte, sowie insbesondere seine Erkenntnis, dass Hitlers auf Selbstglorifizierung, Menschenverachtung, Rassenhass und Antisemitismus basierendes und vor Lügen strotzendes Weltbild dem deutschen Volk ausschließlich Schaden bringen werde. Diesen Schaden wollte er unter Einsatz seines eigenen Lebens von Volk und Vaterland abwenden. Für diese Courage gebührt ihm und seinen Mitverschwörern großer Respekt und große Achtung.
Freitag, 17. Juli 2009
Mein Buch "Gedankenworte" - Information

Ich habe noch eine sehr begrenzte Anzahl von Autorenexemplaren der ersten Auflage. Wer möchte kann diese zum offiziellen Preis von € 14,80 (inklusive Versand!) bei mir bestellen. Gerne auch signiert, gewidmet oder sonstwie personalisiert.
--> Mittlerweile sind diese auch fast komplett weg. Zwei habe ich noch.
Donnerstag, 16. Juli 2009
Eine erzlinke Berufsjugendliche kommt in die Jahre

Politikwissenschaftlich sind ihre Gedankengänge oft interessant, gesellschaftlich aber hoch gefährlich, da es noch immer gewisse Ewiggestrige gibt, die diese alten Ideale hochhalten und so Schlachten mit der Welt schlagen, die andere längst verloren haben und die in der Realität sowieso nur Verlierer kennen.
Dienstag, 14. Juli 2009
Solidarität mit den Studierenden - Gegen die abartige Schröpfung des akademisch Nachwuchses!
Heute lese ich in der Rhein-Neckar-Zeitung, dass möglicherweise das Semesterticket für Studenten abgeschafft werden soll. Dies bedeutet, dass die Studenten anstelle des ermäßigten Satzes 116,30 Euro pro halbem Jahr/Semester dann einen monatlichen (!) Beitrag in Höhe von 55,50 Euro zahlen müssen. Letzteres gilt natürlich nur für die in Heidelberg wohnhaften Studenten und alle außerhalb lebenden müssen entsprechend mehr für Ihre Monatsfahrkarte bezahlen. Auch wenn ich mein Studium schon vor längerer Zeit erfolgreich beendet habe, so frage mich langsam wirklich, was man den Studenten noch alles zumuten möchte…
Von meiner eigenen Studentenzeit in Heidelberg weiß ich noch um die streckenweise unzumutbaren Studienbedingungen in der sogenannten Elite-Universität. Maßlos überfüllten Vorlesungen und Seminare waren keine Seltenheit, so dass man oft (auch bei Pflichtveranstaltungen!) keinen Sitzplatz mehr bekommen hat und gemeinsam mit anderen Kommilitonen bis auf den Gang hinaus stand und stehend mitgeschrieben hat. Ab und zu kam es sogar zu der Situation, dass man aus Ermangelung des Angebots gewisse zu absolvierende Pflichtveranstaltungen in einem Semester gar nicht absolvieren konnte. Zusätzlich für Engpässe und Druck sorgten Änderungen (meistens Verschärfungen) in den Prüfungsordnungen und man hatte nicht selten Schwierigkeiten, alles unter einen Hut zu bringen, da man manchmal von einer zur anderen Veranstaltung mehrere hundert Meter laufen musste und es auch nicht selten zu zeitlichen Überschneidungen etc. kam.
Auch von undurchdachten Studienplänen kann ich berichten, wie nachfolgendes Beispiel zeigt. Beispielsweise die Prüfungsordnung im Fach Politische Wissenschaft empfiehlt im Magister-Grundstudium (!) wöchentlich etwa 8 Semesterwochenstunden (SWS) zu absolvieren, was vier Lehrveranstaltungen entspricht. Die in der Regel zu den Lehrveranstaltungen kongruent angebotenen Tutorien sind dabei nicht eingerechnet, werden aber zur Teilnahme empfohlen, wodurch man effektiv auf 16 SWS kommen würde. Da man für die Erlangung des Magistergrades noch mindestens ein weiteres wissenschaftliches Fach (oder zwei Nebenfächer) studieren muss, kann die Zahl mal zwei genommen werden, wodurch eine Anzahl von insgesamt 32 SWS pro Woche entsteht. Dies entspricht – die Wege zu den Lehrveranstaltungen nicht mitgerechnet – etwa 24 bereinigten Zeitstunden pro Woche, nur im Hörsaal oder Seminarraum. Nun weiß jeder Student, dass man für die Reinschrift der Mitschriebe, für die Vor- und Nachbereitung, für Bücher- und Textebeschaffung etc. meistens mehr als doppelt soviel Zeit investieren muss, als die eigentliche Lehrveranstaltung dauert. Dadurch käme ein Student, der sich an die Vorgabe halten würde, auf fast 50 Stunden pro Woche Lehr- und Lernaufwand, wobei er dann noch kein Referat vorbereitet, noch keine wissenschaftliche Hausarbeit geschrieben und auf noch keine Klausur gelernt hat. Man bedenke, dass Zeit für Wege, Kopien, Pausen, Essen und ähnliches nicht eingerechnet sind. Die Frage, wann ein anhand der „Vorgaben“ studierender Student in einem Nebenjob, auf den eigentlich fast alle Studenten angewiesen sind, arbeiten kann, diese Frage stelle ich jetzt mal nicht.
Soviel zu den empfehlenden Vorgaben, die noch mit dem Wörtchen „mindestens“ charakterisiert sind. Und man sollte bedenken, dass der Studierende im Gegensatz zu Lehrling oder Azubi kein Geld bekommt, sondern bezahlen muss. Denn ein Studium kostet richtig Geld, von Jahr zu Jahr mehr. Und wenn das mit der Stofffülle so weiter geht, dann sind wir bald soweit, dass der Student in einem halben Jahr mehr lernen muss, als ein Lehrling oder Azubi in seinen ganzen drei Lehrjahren. Weit sind wir definitiv nicht davon entfernt, auch wenn man in den letzten Jahren mit dem Bologna-Prozess und der damit einhergehenden Umstellung auf die moderneren akademischen Grade „Bachelor“ und „Master“ eigentlich alles modernisieren und einfacher machen wollte. (Anmerkung: Ich bin froh, dass ich von dieser Umstellung nicht mehr betroffen war und noch nach „alter Schule“ auf Magister studieren konnte.)
Unter diesen Missständen kann ich die derzeit auf die Straße gehenden Studenten wirklich gut verstehen, denn alles muss man sich auch nicht gefallen lassen. Bezüglich der Methoden (Rektoratsbesetzung etc.) vertrete ich eine andere Meinung als die studentische Mehrheit, inhaltlich stimme ich dem akademischen Nachwuchs aber vollstens zu. Es reicht langsam mit der Schröpfung der zukünftigen akademischen Generationen, denn das Maß des Vertret- und Zumutbaren ist längst überschritten.







