Mittwoch, 23. Juni 2010

Kayn - Die wahre Gerechtigkeit des Geschichtslaufs

Am gestrigen Abend habe ich einen beeindruckenden Film über das „Massaker von Katyn“ gesehen. Der Film des polnischen Regisseurs Andrzej Wajda behandelt eines der in der BRD bisher am wenigsten aufgearbeiteten historischen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges.

In Katyn wurden im Frühling des Jahres 1940 zigtausende gefangene polnische Offiziere von der roten Armee durch Genickschuss hingerichtet und im Wald in Massengräbern verscharrt. Im Jahre 1943 hatte die Deutsche Wehrmacht die Massengräber entdeckt und eine internationale Untersuchungskommission aus zwölf Gerichtsmedizinern aus verschiedenen europäischen Ländern mit der Untersuchung des Falls beauftragt, die das Todesdatum und die Todesumstände bestätigten. Gleichzeitig nutzte die NS-Propaganda den Fund entsprechend.

Nachdem Ende des Jahres 1943 die Wehrmacht zurück gedrängt worden war, setzte die Sowjetunion eine eigene staatlich gelenkte Untersuchungskommission ein und verbreiteten die Behauptung, dass das Massaker von der Wehrmacht begangen wurde. Später wurden daraufhin deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion dafür verantwortlich gemacht, bestraft und teilweise hingerichtet.

Bis 1989 wurde das Massaker offiziell den Deutschen angelastet und stand entsprechend in den meisten Geschichtsbüchern, insbesondere in der DDR und in Polen. Auch in der BRD wurde dies vielfach als Tatsache angenommen, sofern man überhaupt darüber sprach. Bis heute (!) behaupten Vertreter der linken Richtung und sogenannte „Linksintellektuelle“ in Deutschland, dass es ein Verbrechen der Deutschen gewesen sein soll.

Im Jahre 1990 hatte Mihael Gorbatschow die Alleinschuld der Sowjetunion am Massenmord von Katyn eingestanden, 1992 gab Boris Jelzin Alten frei, aus denen zweifelsfrei hervorgeht, dass Stalin und sein Umfeld den Massenmord angeordnet hatten. 2010 ließ Dimitri Medwedew Schriftstücke veröffentlichen, die die Teilnahme russischer Offizieller belegen.

Ermittlungen der russischen Militärstaatsanwaltschaft wurden 2004, weil die Täter bereits tot und viele Dokumente geheim seien, als verjährt eingestellt. Im Jahre 2009 bestätigte das oberste russische Gericht diese zweifelhafte Entscheidung nach Widerspruch.

Schön, dass der Geschichtslauf manche Wahrheit an das Licht bringt…

Dienstag, 22. Juni 2010

Verfassungsschutzbericht erschreckt und gibt Hoffnung zugleich!

Der aktuelle Verfassungsschutzbericht weist auf, dass rechtsextremistische Gewalttaten in der BRD leicht zurückgegangen und linksextremistische Gewalttaten sprunghaft gestiegen sind. Diese linken Gewalttäter verorten sich, laut Verfassungsschutzpräsident Fromm nicht nur innerhalb der sogenannten Autonomen, sondern ebenso auch innerhalb der "Kommunistischen Plattform" oder der "Sozialistischen Linken" innerhalb der Linkspartei.
Fromm räumte dabei ein, dass die Behörden viel zu wenig über die Autonomen und andere Linksextremisten wüssten und kündigte an, die Aufklärungsarbeit in dieser Szene zu verstärken. Insgesamt schätzen die Behörden etwa mindestens 31.600 Personen als linksextremistisch ein.
Während Rechtsextreme schon bereits beim Tragen ihrer Symbole und Singen ihrer Lieder eine Straftat begehen, ist es den Linksextremen ohne weiteres erlaubt ihre Symbole zu tragen und Lieder zu singen, unabhängig in welchen verbrecherischen Systemen diese getragen und gesungen wurden beziehungsweise „wie viel Blut daran klebt“. Um als Linksextremist eine politisch motivierte Straftat zu begehen, muss man demzufolge ein wenig „mehr“ machen. Und um in die veröffentlichte Meinung zu geraten schon ein „wenig viel mehr“, sofern einem Linksextremisten in der BRD dieser Luxus überhaupt vergönnt ist.
Ich hoffe, dass die Worte von Verfassungsschutzpräsident Fromm und von Innenminister de Maiziere nicht nur medienwirksames Gerede waren, sondern dass der auf dem linken Auge blinde deutsche Michel nunmehr einen langsamen Heilungsprozess erfährt und Links- und Rechtsextremismus gleichermaßen verachtet und bekämpft werden wird. Es sind zwei Seiten der gleichen Medaille!

Montag, 21. Juni 2010

Da ist was faul im Staate Israel - Zum Zweiten!

Israel lässt Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel trotz blauem Pass und Diplomatenstatus nicht einreisen, um im Gaza-Streifen den Fortschritt des Baus einer Kläranlage zu begutachten. Eine zum großen Teil mit deutschen Geldern bezahlte Kläranlage, die das saure und mit Keimen verseuchte Wasser im Gaza-Streifen reinigen soll, damit die Menschen dort sauberes Trinkwasser haben und auch damit nicht mehr alles ins Meer fließt und die Umwelt verschmutzt.

Israel begründet seine Entscheidung damit, dass der Besuch Niebels in Gaza von den Palästinensern instrumentalisierend missbraucht werden könnte und teilt mit, dass man aus diesem Grund schon lange keine Politiker und Diplomaten anderer Länder in Gaza einreisen lasse.

Eine seltsame Begründung, die den Anschein politischer Normalität erwecken soll aber immer mehr impliziert, dass Israel etwas zu verbergen habe. Ähnlich wie die ständige Nichtakzeptanz der eigentlich bindenden Resolutionen der Vereinten Nationen durch Israel. Oder die permanente Weigerung der Zulassung von internationalen Waffeninspekteuren durch Israel und damit verbunden die Weigerung der Offenlegung der eigenen Atomwaffen durch Israel und so weiter und so fort…

Es besteht dringender Handlungsbedarf seitens der Vereinten Nationen in und mit Israel. Dafür wären mehrere Schritte notwendig. In erster Linie eine Überprüfung der Einhaltung der Menschenrechte, als Zweites eine Überprüfung der Einhaltung internationaler Verträge, als Drittes eine Offenlegung des Atomprogramms, als viertes die Ablehnung der Anwendung von Folter, als fünftes die Akzeptanz der Heiligkeit eines jeden Lebens und der Gleichheit aller Menschen.

Erst wenn diese Punkte abgearbeitet wären und positive Ergebnisse gebracht hätten, wäre Israel wirklich auf dem Weg zu einem „normalen“ Staat in der Weltstaatengemeinschaft. Leider wird seitens der israelischen Politik seit vielen Jahren genau auf das Gegenteil hingearbeitet, sehr zu Lasten der Einwohner Israels, egal ob diese jüdischen, christlichen oder moslemischen Glaubens sind…

Der Holocaust beziehungsweise die Shoa ist eines der schrecklichsten Verbrechen der Menschheit und mahnt die Menschen in aller Welt niemals ihre Menschlichkeit zu verlieren. Doch wenn Israel dieses schreckliche Verbrechen benutzt, um besondere Privilegien in der Staatengemeinschaft zu genießen, um internationale Regeln für sich nicht gelten zu lassen oder um sich in einer Sphäre der Unkritisierbarkeit zu verorten, dann ist dies ein schändlicher Missbrauch der Millionen Toten während des Holocaust in der dunkelsten Phase des letzten Jahrhunderts.

Montag, 14. Juni 2010

Was 2006 begann, wird 2010 fortgesetzt. Zeigt die Flaggen!!

Ein neues Wir!

Dienstag, 8. Juni 2010

Lesung: "Tom Topf - Kleine Geschichten für kleine Leute"

Nach dem überragenden Zuspruch zur den letzten Lesungen wird am Mittwochnachmittag (9. Juni 2010) die Kinderbuchautorin Gabriele Leutz in der Neckarsteinacher Buchhandlung „Sinceritas“ aus ihrem Buch „Tom Topf – Kleine Geschichten für kleine Leute“ vorlesen. Die Lesung beginnt um 16 Uhr in der Buchhandlung und richtet sich an Kinder jeglichen Alters und natürlich auch an interessierte Erwachsene. Der Eintritt ist selbstverständlich frei, jedes Kind bekommt nach der Lesung eine kleine Süßigkeit mit auf den Weg. Das Team der Sinceritas Buchhandlung freut sich wieder auf zahlreichen Besuch. Weitere Infos in der Neckarsteinacher Buchhandlung oder unter www.sinceritas-buchhandlung.de oder unter 06229 – 91010.

Sonntag, 6. Juni 2010

Gauck - Der bessere Kandidat des konservativen Lagers?

SPD und Grüne haben Joachim Gauck nominiert - dies erstaunt mich. Erstens schätze ich Joachim Gauck persönlich sehr, zweitens weiß ich um seine aufrichtigen integrativen Fähigkeiten, drittens mag ich seine unopportunistische Art zu Reden und zu Schreiben, viertens habe ich enormem Respekt vor seiner Jagd auf die Verbrecher der früheren DDR und fünftens muss ich schmunzeln, dass gerade das gemäßigte linke Lager Herrn Gauck nominiert hat. Letzteres, da er zwar Mitglied von Bündniss 90 war, sich inhaltlich politisch allerdings eher im konservativen Bereich verortet und sich in den letzten Jahren in kritischen Worten und Schriften stark von den Grünen distanziert hat. Letzteres spricht sicher nicht gegen ihn.

Dass die SED-PDS-Linke Herrn Gauck ablehnt war zu erwarten, denn immerhin liegt sein größtes Verdienst in der Aufarbeitung der Taten der SED-Kader, der Schaffung eines publizistischen Raumes gegen linkspolitische Verbrechen und der Institutionalisierung der schriftlichen Zeugnisse des verbrecherischen Regimes der DDR. Und da die SED-PDS-Linke einen großen Teil der alten Kader und insbesondere der Sympatisanten und Verharmloser der zweiten Diktatur auf deutschem Boden in ihren Reihen weiß, war mit der Ablehnung dieses honorigen Mannes definitiv zu rechnen. Die NSDAP-NPD würde ja auch nicht Nazi-Jäger Shimon Wiesenthal nominieren...

Gauck als Bundespräsident wäre eine würdige Nachfolge für Horst Köhler. Ein unbequemer Denker und Pragmatiker, der aus seiner Abneigung gegen Opportunismus nie einen Hehl gemacht hat, der offenen Widerpruch gegen den Mainstream lebt und der sicher auch die entsprechende Neutralität und Würde für dieses Amt wahren könnte.

Der bessere Kandidat des konservativen Lagers oder eher ein besserer Kandidat aller Parteien (außer natürlich den Rechts- und Linksextremisten)? Vielleicht?!