Heute morgen lese ich in der Tageszeitung, dass „die DDR gern verklärt“ werde… Wow! Da hätte ich am liebsten den zuständigen Redakteur gleich angerufen und gefragt, ob ihm das jetzt erst aufgefallen sei.Bereits seit Jahren geniest die sogenannte „Ostalgie“ einen erschreckenden Kultstatus. T-Shirts, Geldbeutel und andere Artikel mit dem Schriftzug "DDR" oder anderen Zeichen aus der zweiten deutschen Diktatur finden reisenden Absatz und erfreuen sich großer Mode(rnität). Filme wie „Sonnenallee“ und „Good Bye Lenin“ zeigen ein falsches romantisches Bild und blenden die bei weitem überwiegenden negativen Seiten des menschenverachtenden Regimes aus. Die SED-PDS-Linkspartei betreibt seit der Wiedervereinigung einen gefährlichen revisionistischen Kurs der Geschichtsfälschung und der Leugnung, um ihre eigene Legitimation weiter voran zu treiben.
Ausgeblendet und verleugnet werden der Verfall der Städte, die Versorgungsmängel, der technische Rückstand, die massiven Reisebeschränkungen, die staatliche Bevormundung, die fehlende Informationsfreiheit, die unter Strafe stehende Äußerung der freien Meinung, die Bespitzelung, der Schießbefehl, die vielen Toten und das große Leid vieler Familien.
Was ist wohl der nächste Schritt in der Verharmlosung und „Verkultung“ der verbrecherischen Regime? Werden bald auch Hakenkreuz und SS-Runen zum Modelabel?
8 Kommentare:
Die Menschen interessierts nicht, die Menschen haben nur sich selbst im Kopf, die Menschen interessieren keine anderen, die Menschen wollen ausblenden.
Ich gebe dir aus vollem Herzen recht Heinz-Peter. Auch wenn mein Herz links schlägt, so doch auf keinen Fall für die DDR.
Allerdings muss ich auch zugeben, es gab dort einige Sachen, die besser waren. Kindergärten z.B. aber das wiegt nicht dieses unsägliche Regime auf, das den Sozialismus völlig falsch verstanden hat.
Seb., das Desinteresse ist auch das, was mich am meisten ärgert.
Hexe, Du hast es genau erfasst. Jemand, der wirklich "links" denkt, der verabscheut derartige Systeme. Von 100% Menschen, die sich als links bezeichnen, sind es maximal 5%, die im idealistischen Sinne links denken und handeln. Dir nehme ich ab, dass Du nicht zu den 95% gehörst.
PS: Wir finden sicher bei jeder Diktatur Aspekte, die nicht so übel waren. Aber das erfasst Du auch richtig, den es kann keine Verbrechen und kein Elend aufwiegen.
PPS:
Hexe, nimm es mir bitte nicht übel, aber ich glaube, dass man Dich nicht unbedingt nur als links bezeichnen kann, sondern im positiven Sinne als pragmatisch und menschlich... ;-)
Was heißt schon links und rechts?
Aber selbst die - in der Tat - guten Einrichtungen, wie Kindergärten und Jugendzentren - hatten ja "nur" den politischen Hintergrund, den alle Diktaturen haben:
Bereits die Kinder und Jugendlichen an sich zu binden. Wie z. B. die BDM-Mädchen im Dritten Reich.....
Was mich allerdings heute noch mehr ärgert, ist die Tatsache, dass die Kandidatin der Linken für die Wahl zum Bundespräsidenten, Frau Luc Jochimsen, die DDR nicht als Unrechtsstaat bezeichnet und rechtlich bezeichnet wissen möchte. "Dies wäre juristisch falsch" - sagt die Dame trotzig.
Keiner hat die Dame darauf hingewiesen oder ihr gesagt, dass der Krieg in Afghanistan juristisch halt "kein" Krieg ist.
Beides ist rein juristisch begründbar. Leider!
Letzteres wird von der Dame und den Linken aber als Trick der Regierung bzw. Rechten bezeichnet.
Für mich war die DDR eine Diktatur. Ein grausamer Unrechtsstaat. Schießbefehl, Bauzen, Aberkennung freier Meinungen etc.
In Afghanistan herrscht Krieg - auch wenn es völkerrechtlich nicht zu definieren ist. Über den Sinn mag man streiten. Aber er ist durch den UB-Beschluss herbeigeführt. Die Welt richtet sich (bisher) noch nicht nach den Träumen und der illusionären Märchenwelt der Linken.
Auch ich bin ngegen Krieg. Aber ich bin Realist und lebe in dieser Welt - so wie sie leider manchmal ist.
Nach dem Schema links - rechts wäre ich wohl rechts?
Rutsche aber bei der derzeitigen Regierung ganz gewalting nach links.
Also jetzt endlich die Mitte?????
Seb., die Definition kommt von der Sitzordnung während der Französischen Revolution.
Dieter, ein toller Beitrag. Genau aus diesem Grunde ist die SED-PDS-Linke für mich die andere Seite der NSDAP-NPD. Eine Partei ohne jeglichen Realitätssinn, die mit positiven Heile-Welt-Forderungen Stimmen von denen abjagt, denen es sowieso schon schlecht geht. Eine riesige (mit Verlaub) Verarschung und Ausnutzung. Aber das Schlimmste ist, das - so wie ich es schrieb - die DDR verharmlost und das Unrecht geleugnet wird. Man versucht Menschlichkeit, Gewaltverachtung und "Miteinander" (lat: communis!) vorzuspielen, lebt aber die doppelzüngigkeit und verachtet Gewalt wenn überhaupt nur, sofern sie nicht den eigenen Interessen dient und nicht dem eigenen Spektrum zuzuordnen ist. Eine gefährliche Partei, die absolut nicht auf dem Boden des Grundgesetzes steht und nach Macht und Einfluß greift (Ja es gibt genügend Parallelen zur NSDAP in den Jahren 1925 bis 1933).
Allein um dieser Partei entgegen zu treten, sollte Joachim Gauck schon Bundespräsident werden.
(Ich sollte wirklich meine Beiträge vor dem Veröffentlichen nochmals lesen. Dann hätte ich auch nicht die Tippfehler...)
Kommentar veröffentlichen