Es ist sicher jedem des Denkens mächtigen Bundesbürger bewusst, dass die bundesdeutsche Presse mehrheitlich links eingestellt beziehungsweise ausgerichtet ist und sich gerne mal zum heimlichen und unheimlichen Wahl(kampf)helfer der linksgerichteten Parteien macht. Das ist nicht wirklich etwas Neues und auch gerade die hiesige Regionalzeitung im Rhein-Neckar-Raum fügt sich in dieses linke „Presse-Kartell“ blendend ein und versteht sich anscheinend mehr als Einflussorgan von SPD et aliud und weniger als unabhängige Tageszeitung. Alles nichts Neues – Tagesordnung des Tagesgeschäfts!
Doch was sich derzeit pressetechnisch im Zuge des Rücktritts von Wirtschaftsminister Michael Glos und der Neubesetzung des Ressorts mit dem 38-jährigen Karl-Theodor zu Guttenberg abspielt, das hat streckenweise das Niveau von Parteizeitungen vergangener brauner Zeiten. So wird in den Printmedien keine Gelegenheit ausgelassen, über den Rücktritt von Herrn Glos negativ zu berichten. Diese Bashing-Kampagne ist mehrdimensional und umfasst nicht nur Glos als Wirtschaftsminister, sondern auch sein Privatleben, seine Rolle in der CSU, sein Verhältnis zu Horst Seehofer und sogar seinen vermeintlich in der Parteipolitik angerichteten Schaden.
Doch damit nicht genug. Auch vor dem bisher nur designierten Nachfolger Herr von Guttenberg macht die Kampagne nicht halt. Auch über ihn häufen sich die auf die Zukunft ausgerichteten und nunmehr im Konjunktiv formulierten Negativberichte einer mehrheitlich links ausgerichteten Presse(pseudo)Elite, die sich anscheinend gerne als Orakel von Delphi betätigt.
Und der denkende und erinnerungsfähige Mensch beginnt sich unweigerlich zu fragen, wo diese Schreiber gerade waren, als eine Regierung den größten Ministerverschleiß bundesdeutscher Geschichte zu verzeichnen hatte. Wo waren diese hochkritischen Journalisten, als unter der Regierung Schröder das Zurücktreten und Neubesetzen fast zum Politikersport wurde? Schröders Ministerverschleiß ist historisch einzigartig, doch gab es da ähnliche Formulierungen? Schaut man in Archive liest man da eher von den „verdienten“ Zurückgetretenen und von der „guten personellen Neuausrichtung“ oder von den „neuen Ministern der Zukunft“ und dergleichen mehr. Ist doch irgendwie seltsam – oder doch nicht!?

5 Kommentare:
Etwas Neues ist das doch wirklich nicht.
Man sollte es sich aber immer wieder vor Augen führen. Der Tatbestand ändert sich nicht, aber der inhaltliche Unwert und die Niederträchtigkeit der Vorgehensweise.
Finde das auch sehr seltsam, das sind alles kleine Machtspielchen...
so ein Chaos wie zu dieser Zeit hatten wir in den letzten 40 Jahren noch nie, die haben absolut keine Linie mehr, reissen erst den Mund auf und denken, wenn überhaupt erst später nach, ein echtes Trauerspiel !!! rundum !!!
Wirklich ein "mafiöses" Trauerspiel, was die Presse da betreibt. Es wird nicht mehr informativ agiert, sondern nur noch politisch...und das in niedrigster Ausprägung. Schade...Thema verfehlt...Setzen, sechs, liebe deutsche Presse.
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