Freitag, 10. Juli 2009

Wi(e)der die gewohnte politische Einseitigkeit!

Zurecht weist Bundesjustizministerin Brigitte Zypries auf die rechtsextreme Gefahr durch Internetveröffentlichungen und ähnliches hin. Sowohl die Politik als auch die Zivilgesellschaft muss derartigem Gedankengut nachhaltig entgegenwirken.

Auf keinen Fall sollte in diesem Apell aber die ebenso vorhandene Gefahr durch linksextremes beziehungsweise „autonomes“ Gedankengut im Internet und anderen Medien vergessen werden.Verurteilung und Bekämpfung von politischem Radikalismus darf nicht einseitig erfolgen beziehungsweise – metaphorisch ausgedrückt - auf einem Auge blind sein. Es darf keine an der politischen Richtung bewertend ausgerichtete Unterscheidung von Unrecht geben, da sich sonst das ganze Rechtssystem politisch ad absurdum führen würde.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Endlich ist er da!


Das Warten auf das jungfräuliche Exemplar hat sich gelohnt!
Fährt sich toll, hat eine wunderbare Ausstattung und sieht auch sehr gut aus!

Dienstag, 7. Juli 2009

Eine Tapferkeitsmedaille für die Bundeswehr!

Die Bundeswehr hat ein neues Ehrenzeichen. Eine Tapferkeitsmedaille. Ist das etwas Besonderes? Nein, eigentlich nicht. Besonders ist vielmehr, dass die Bundeswehr als einzige Armee eines NATO-Mitglieds bisher kein Ehrenzeichen für Tapferkeit an ihre Soldaten verliehen hat. Sogar die DDR hatte einen militärischen Tapferkeitsorden, der allerdings nicht ein einziges Mal verliehen wurde.

Mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr im Rahmen der NATO-Verpflichtungen (deren Bewertung ich in diesem Beitrag bewusst ausklammere) hat sich auch das Aufgabenfeld der Soldaten verändert. War früher der Ernstfall ausschließlich eine Simulation in Wehrübungen, so finden die derzeitigen Auslandeinsätze wirklich in Krisen- beziehungsweise Kriegsgebieten statt, was selbstverständlich mit einer Gefahr für Leib und Leben einhergehen kann.

Und ebenso selbstverständlich sollte es dann sein, dass es für besondere und vorbildliche Verdienste – speziell für den Einsatz des eigenen Lebens für andere Menschen – eine ehrenhafte Auszeichnung geben sollte. Gerade die Beispiele der ersten mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichneten Soldaten belegen das Vorhandensein des pathetischen Wortes Tapferkeit. Denn wer unter Einsatz des eigenen Lebens Kameraden, Zivilisten und insbesondere Kinder rettet, der agiert in höchstem Maße selbstlos, mutig und tapfer.

Etwaige Kontinuitäten zwischen der Bundeswehrtapferkeitsmedaille und dem im Jahre 1813 eingeführten Eisernen Kreuz kann ich, bis auf eine entfernte Formähnlichkeit, nicht erkennen. Im Gegensatz zu dem im letzten Beitrag angesprochen Totenkopf stand das Eiserne Kreuz nicht in direktestem Zusammenhang mit Völkermord oder ähnlichem, sondern wahr seit jeher eine Auszeichnung der „deutschen“ Regionalarmeen, der Reichswehr und der Wehrmacht, aber keine spezifische Auszeichnung oder Uniformschmuck der verbrecherischen Schutzstaffel (SS) oder derartiger Untergruppierungen des Dritten Reiches.

Als Fazit kann ich feststellen, dass es natürlich am besten wäre keinen „Krieg“ zu haben, aber wenn man schon nicht umhin kommt, dann soll besondere Tapferkeit (insbesondere wenn sie mit der Rettung von Leben einhergeht) auch mit allen Ehren gewürdigt werden.

Montag, 6. Juli 2009

Seltsame und "sich wiederholende" Verirrungen der Mode

Schon seit Jahren löst mancher vordergründig modische Druck auf Kleidungsstücken Befremdung in mir aus. Ich denke dabei insbesondere an Schriftzüge wie CCCP und DDR, sowie an entsprechende Wappen oder im übelsten Fall an den roten Stern. Genau, den roten Stern als politisches Zeichen, unter dessen Ideologie(n) im Lauf der Jahrzehnte weltweit am meisten Menschen den Tod fanden.

Derzeit ist der neueste Trend, sich mit Totenschädeln zu schmücken und diese als modische Accessoires auf Kleidung, Taschen und auch auf Mützen zu tragen. Für mich ist dies in höchstem Maße geschmacklos und es befremdet mich ungemein, dass ein Zeichen Einzug in die Mode hält, das (von falscher Piratenromantik einmal abgesehen) für Tod, Verderben und im schlimmsten Fall für Mord und derartiges steht.

Auch wenn manche mich nun sicher als spießig hinstellen werden, so ist es noch nicht allzu lange her, dass schon einmal Totenköpfe auf der Kleidung und insbesondere auf Schildmützen getragen wurden. Und allein schon das Wissen um diesen Sachverhalt und die Kenntnis der Geschichte sind für mich Gründe genug, niemals dieses Modelabel Einzug in meine Garderobe halten zu lassen…

Freitag, 3. Juli 2009

Der Bücher-Blog wurde gegründet!

Unter http://literatur-aktuell.blogspot.com wurde nunmehr der angekündigte Bücher-Blog gegründet, bei dem sich jeder beteiligen und nach Herzenslust Bücher vorstellen, rezensieren und zur Diskussion stellen kann. Jeder der mitmachen möchte, der ist herzlich eingeladen. Und jedem, der möchte, wird gerde die Möglichkeit zum Mitarbeiten und Starten von Themen etc. eingeräumt werden!

Neue Aufdeckung - Die Stasi ist noch immer unter uns!

Wie ich schon im Fall Kurras geschrieben habe, befinden wir uns erst am Anfang der neuerlichen Stasi-Enthüllungswelle, die wie kein anderes aktuelles Ereignis die mangelnde Aufarbeitung der DDR-Diktatur widerspiegelt. Heute folgte der nächste Enthüllungsschritt, indem bekannt wurde, dass ehemalige Offiziere der Staatssicherheit (Stasi) sich noch immer in Amt und Würden im deutschen Polizeidienst befinden. In Einzelfällen stiegen sie bis zum heutigen Zeitpunkt sogar in die höchsten Leitungsebenen auf.

Erschreckend deutlich wird dadurch, dass nach dem Ende der blutbefleckten SED-Diktatur nur eine periphere Überprüfung der Funktionseliten und ihrer menschlichen Stützpfeiler stattgefunden hat und dass gerade zwischen der Stasi und der Polizei eine dubiose Kontinuität vorherrscht. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass selbst die personellen Spitzen dieses sozialistischen „Staates“ nur wachsweich bestraft wurden, so muss sich die Verwunderung in Grenzen halten.

Wie wird man mit den neuen Erkenntnissen umgehen, die sich langsam unfreiwillig aus den perfekt funktionierenden Mühlen der Verdrängung herausschälen? Ich vermute stark, dass dieser fortschrittliche Impuls der Bewältigung der DDR-Diktatur und die damit verbundenen Möglichkeiten nicht unbedingt genutzt werden. Eine gut funktionierende linksideologische Minderheitenelite der Bundesrepublik wird dies zu verhindern versuchen. Und Unterstützung wird sie von weiten Kreisen einer folgsamen Mehrheit erhalten, bei denen eine ostalgische Verharmlosung der DDR besonders chic anmutet…