Schon lange ist der seit Ende der 60er einsetzende Werteverfall in der deutschen Gesellschaft nicht mehr zu übersehen. Werte wie Hilfsbereitschaft, Höflichkeit oder gar Aufopferung weichen einer pervertierten antiautoritären Freiheit, die das Individuum zum sich selbst Nächsten erklärt und jegliche Handeln für Andere in den Bereich der Spießigkeit verschiebt.
Mittlerweile erreicht dieser Werteverfall die nächste Stufe. Um sich der Vollkommenheit jugendlicher Coolness (die fälschlicherweise oft mit persönlicher Freiheit verwechselt wird) anzunähern, bedarf es nun nicht mehr nur einer gewissen Eigennützigkeit und Unhöflichkeit, sondern vielmehr auch einer Art Ungebildetheit, die sich plakativer Beliebtheit erfreut.
So ist es beispielsweise in Internet-Communities keine Seltenheit, dass dort, wo man die gelesenen und geschätzten Bücher angeben soll, bei vielen jungen Menschen gähnende Leere herrscht oder ein Spruch wie "Bücher, was ist das denn?" oder "Bücher? Was kommt im Fernsehen?" oder entsprechendes angegeben wird. Und man merkt schnell, dass Bildung und Belesenheit nicht mehr als cool oder angesagt betrachtet wird, sondern das das Gegenteil der Fall ist. Das eigentlich Erstrebenswerte wird ins Negative okkultiert und umgekehrt.
Und man fragt sich unweigerlich, wo diese Idolfokussierung im Negativbereich wohl ihre Grenze haben wird. Und das Erschreckende ist, dass diese Grenze mit Sicherheit bei Weitem noch nicht erreicht ist.
Mittlerweile erreicht dieser Werteverfall die nächste Stufe. Um sich der Vollkommenheit jugendlicher Coolness (die fälschlicherweise oft mit persönlicher Freiheit verwechselt wird) anzunähern, bedarf es nun nicht mehr nur einer gewissen Eigennützigkeit und Unhöflichkeit, sondern vielmehr auch einer Art Ungebildetheit, die sich plakativer Beliebtheit erfreut.
So ist es beispielsweise in Internet-Communities keine Seltenheit, dass dort, wo man die gelesenen und geschätzten Bücher angeben soll, bei vielen jungen Menschen gähnende Leere herrscht oder ein Spruch wie "Bücher, was ist das denn?" oder "Bücher? Was kommt im Fernsehen?" oder entsprechendes angegeben wird. Und man merkt schnell, dass Bildung und Belesenheit nicht mehr als cool oder angesagt betrachtet wird, sondern das das Gegenteil der Fall ist. Das eigentlich Erstrebenswerte wird ins Negative okkultiert und umgekehrt.
Und man fragt sich unweigerlich, wo diese Idolfokussierung im Negativbereich wohl ihre Grenze haben wird. Und das Erschreckende ist, dass diese Grenze mit Sicherheit bei Weitem noch nicht erreicht ist.
8 Kommentare:
Dein Engagement ist ehrenhaft, aber irgendwie bist Du doch ein einsamer leicht bewaffneter Streiter, der gegen eine Armee von Panzern antritt.
Gibt Schlimmeres! Irgendeiner muss es ja tun. Halb so wild!
Also ich find das Thema sehr angebracht! Mir ist das auch sehr aufgefallen! HP, du meinst bestimmt die Profile dieser Kids z.B bei wkw?! Verstehe das genauso wenig wie du! Was habe ich als Kind Bücher gelesen! Und total gerne! Durch die Kinder bin ich da etwas hintendran, aber hole jetzt die Jahre nach! Bücher beißen nicht, davon wird man eher "etwas" schlauer!
Unsere Bücherei bietet Lesestunden für Kids an! Lesewettbewerbe werden auch veranstaltet! Eine tolle Sache, die den Kindern viel Spaß bereitet!
Es liegt natürlich auch an den Eltern das zu Unterstützen!
"...betrachtet wird, sondern daß das Gegenteil..."
So geht das. Ansonsten kann ich dem Inhalt sogar zustimmen.
Danke für die Berichtigung. Ich hatte nicht vor, mich der RNZ in der Schreibfehlerquote anzunähern. ;-)
Inhaltlich ist es wirklich ein Trauerspiel... Leider!
Ja, Jelena, dies ist ein gutes Beispiel. WKW bestätigt es blendend...
...es sind ja noch nicht mal nur Bücher, das ist ja nur eines von vielen Beispielen. Du schreibst mir vom Herzen, HP, denn ich berichte schon seit einiger Zeit von Begegnungen mit der deutschen jugendlichen Gesellschaft, die mir schlicht und ergreifend etwas Bange macht... und auch ich denke, dass hier die Grenze nach unten noch nicht erreicht ist. Wenn ich es darauf anlegen würde, könnte ich täglich von solchen Begegnungen berichten, aber manchmal versuche ich auch einfach nicht hinzusehen (falscher Weg ich weiss), um mir noch ein Stück "heile Welt" zu bewahren. Hast Du einen Lösungsvorschlag?
Schreib darüber, Kessi! Niemals schweigen und wegsehen! ;-)
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