Donnerstag, 2. Oktober 2008

Buchvorstellung: Morton Rhue - Die Welle

Der kleine Roman „Die Welle“, welcher sich dank gegenwärtiger cineastischer Aktualität zur Zeit wieder größerer Beliebtheit erfreut, behandelt die Frage, wie leicht ein faschistoides diktatorisches Regime entstehen kann. In einer Schulklasse wird das sogenannte „Dritte Reich“ behandelt und löst (wie bei fast jedem normalen Menschen) Entsetzen und Abscheu bei den Schülern aus. Es herrscht große Unfassbarkeit darüber, wie ein derartiges totalitäres System entstehen und so viele Menschen zum Mitmachen begeistern konnte. Inspiriert durch diese Zweifel etabliert ein Lehrer verdeckt immer mehr Kennzeichen und Gepflogenheiten einer Diktatur in der Schule, was von der großen Mehrheit der Schüler begeistert aufgenommen wird. Das ganze entwickelt schließlich eine nicht vor Repressalien haltmachende Eigendynamik, die sich bis zur für alle Beteiligten erschreckenden Auflösung hinzieht. Ein interessanter auf einer wahren Begebenheit beruhender Fall, der gnadenlos faschistoide Tendenzen in der Gesellschaft offenbart und zeigt, dass insbesondere diejenigen für eine solche Ideologie empfänglich sind, die es mit Vehemenz abstreiten. Ein stets aktuelles Buch, das jeder sich zu Gemüte führen sollte, der Sympathien mit extremistischen Parteien hat, unabhängig ob rechte NPD oder linke SED-PDS-Linkspartei.

5 Kommentare:

Frau Rossi hat gesagt…

Frau Rossi sagt: unbedingt lesen!!!!!!!!!!!

Anonym hat gesagt…

Das liest man doch auch in der Schule?

Frau Rossi hat gesagt…

...nicht als ich noch jung war...

Heinz-Peter Heilmann hat gesagt…

Ich glaube es gehört erst seit ein paar Jahren zum Lehrplan, bin mir aber nicht sicher. Vielleicht kann uns ein Lehrer aufklären...

Anonym hat gesagt…

Also ich habe es auch nicht in der Schule gelesen.... Und überhaupt bin ich erst darauf gestoßen, als der Kinofilm rauskam. Bin ICH ungebildet..... :-)